Falstaff

Pinot Grigio Trophy (aus Falstaff Magazin 5/19)

2. Platz
Gris Pinot Grigio Friuli Isonzo DOC 2017.
Rating 93
Intensives Strohgelb mit goldenen Reflexen. Einprägsame Nase, nach Pfirsichkompott, dann saftige Birne, im Hintergrund etwas Gewürznelke, Feuerstein. Breitet sich am Gaumen satt aus, viel reife gelbe Frucht, dazu salzig und mit guter Spannung, sehr langer Nachhall.

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Im Land der Funkelnden Weißen (aus Falstaff Spezial Alpe Adria 1/19)

Das Friaul ist bekannt für klare, sortenbetonte Weißweine. Sauvignon, Pinot Grigio und der lokale Friulano dominieren. Hier gibt es auch individuelle Winzer, die ihren Weinen besonderen Ausdruck verleihen wollen. Die Mittel dafür reichen von langem Hefelager über Ausbau im Holzfass bis hin zur Mazeration auf den Schalen auch bei WeiBwein. Auf der »Strada del Vino« finden Sie Weingiter, die zur Entdeckungsreise einladen.
Wer glaubt, Pinot Grigio ergäbe nur belanglose, langweilige Weine, der sollte mal den »Gris« Lis Neris versuchen. Mit ihm zeigt Alvaro Pecorari, was alles in dieser Sorte steckt. Und die anderen Weine von Lis Neris stehen da nur wenig zurück.

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Tutti i vini degustati:

Lis 2015
Rating 95
Leuchtendes, helles Strohgelb mit grünen Nuancen. Duftige Nase, eröffnet mit Noten nach Salbei und Anis, dann nach frischem Apfel. Am Gaumen rund und ausgewogen, zeigt viel gut gereifte gelbe Frucht, saftig und mit langem Nachhall, davon möchte man mehr!

Gris Pinot Grigio 2016
Rating 94+
Kraftvolles, helles Goldgelb. Sehr präsente und intensive Nase, nach Feuerstein, dann saftige Birne, im Hintergrund etwas Gewürznelke. Breitet sich am Gaumen satt aus, viel reife gelbe Frucht, dazu salzig und mit guter Spannung, sehr langer Nachhall.

Confini 2011
Rating 93
Leuchtendes, helles Goldgelb. Verwobene Nase mit ansprechenden Noten nach Rosenblättern und Gewürznelken, der Traminer kommt zu Geltung, aber auch saftiger Pfirsich. Am Gaumen stoffig und präsent, nach Nektarinen, im Finale guter Druck und leicht würzige Noten.

Tal Lùc 2009
Rating 93
Sattes, kraftvolles Rotgold. Eröffnet mit feinen harzigen Noten, etwas Tabak und Kiefernholz, dann nach Bergamotte und Orangenschale. Fein und verwoben am Gaumen, zeigt sich ausgewogen zwischen Süße und Säure, sehr lange und elegant, saftig.

Picol Sauvignon Blanc 2016
Rating 92+
Leuchtendes Gelb-Grün. Intensive und ansprechende Nase, nach saftigen Stachelbeeren, Mirabellen und etwas grünem Pfirsich. Im Ansatz gehaltvoll, zeigt gute Spannung, salzig, viel saftige Frucht, schöner Trinkfluss.

Jurosa Chardonnay 2016
Rating 91
Strahlendes Gelb-Grün. Intensive und ansprechende Nase, nach Babyananas reifem Weinbergspfirsich, im Hintergrund nach Feuerstein. Saftig und klar am Gaumen, salzig, frische Säure, schöne gelbe Fruchtnoten.

Funkelndes Friaul (aus Falstaff Magazin 3/15)

Friaul ist vor allem Weißweinland. Da hat die Region im Nordosten Italiens viel zu bieten. Weine auf der Basis von Chardonnay, Sauvignon Blanc und Pinot Grigio findet man ebenso wie aus den lokalen Sorten Friulano, Ribolla Gialla, Malvasia, Vitovska und Picolit. In den 90er-Jahren waren die Weine aus dem Friaul in aller Munde, in letzter Zeit ist es etwas still um sie geworden. Zu Unrecht, wie wir finden. Insbesondere in den östlichen, an der Grenze zu Slowenien gelegenen Anbaugebieten Colli Orientali del Friuli, Collio, Isonzo und im Karst bei Triest findet der Weinfreund viele spannende, tiefgründige Weine von erstaunlicher Vielschichtigkeit. Zum Teil werden auch radikal neue Wege beschritten. So vergären immer mehr Winzer aus Oslavia nach dem Vorbild von Josko Gravner ihre Weißweine wie Rotwein in offener Maische. Vor allem die lokale Ribolla Gialla scheint sich dafür gut zu eignen. Auch unter den Produzenten am Karst finden diese Orange-Weine Zuspruch. Mit ihrer dunklen Farbe und ihrem mehr oder weniger ausgeprägten Tanningehalt sind diese Weine gewöhnungsbedürftig. Eine Malvasia von Benjamin Zidarich ist aber auf jeden Fall spannend und eröffnet neue Sichtweisen zum Thema Weißwein. Die Rotweine aus dem Friaul konnten hingegen weniger überzeugen. Sie sind häufig kantig und von deutlichen grünen Tanninen geprägt. Das gilt insbesondere für den Pignolo, der von vielen als die zukunftsträchtige Rotweinsorte des Friaul besungen wird. Da haben die Winzer noch viel Kleinarbeit zu leisten. Durchaus Erfreuliches gibt es hingegen von Schioppettino und Refosco zu vermelden.
Notizen von Othmar Kiem

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prima parte
seconda parte

Tutti i vini degustati:

Confini 2012
Rating 94
Intensives, funkelndes Strohgelb mit grünen Noten. Sehr intensive und ansprechende Nase, duftet satt nach gelben Rosen, Mango und reifem Pfirsich, dazu auch etwas Gewürznelken, spannend und vielschichtig. Am Gaumen satt und wuchtig, baut sich mächtig auf, betont aromatische Noten, viel saftige Frucht, im Finale salzig und tiefgründig.

Tal Lùc 2010
Rating 94
Sattes, funkelndes Bernstein. Sehr konzentrierte und intensive Nase mit Noten nach Datteln, getrockneten Feigen und Marille, unterlegt von leicht harzigen Noten. Am Gaumen schmeckt der Wein üppig und hochkonzentriert, kleidet den Gaumen satt aus, viel Feige und Marille, dann aber auch ein feiner Bitterton, sodass der Geschmack im Mund am Ende schön ausbalanciert ist.

Gris Pinot Grigio 2012
Rating 93
Leuchtendes Strohgelb. Eröffnet mit sehr satten Noten, nach reifem Apfel, Marille und etwas Lindenblüten. Am Gaumen präsent und klar, satte Frucht, breitet sich in vielen Schichten aus, im Finale cremig und lange.

Jurosa Chardonnay 2011
Rating 91
Glänzendes, intensives Strohgelb. Eröffnet mit leicht rauchigen Noten, nach Feuerstein und gerösteten Haselnüssen, dann nach Banane, fein. Zeigt am Gaumen schönes Spiel, viel satte Frucht, nach Ananas und Banane, sehr gehaltvoll, im hinteren Bereich etwas vom hohen Alkohol gezeichnet, könnte sich mit Lagerung aber noch gut einbinden.

Picol Sauvignon 2013
Rating 90
Funkelndes helles Strohgelb. Eröffnet in der Nase mit knackiger Frucht, viel Johannisbeere und Mirabelle, dahinter satt nach frischen Kräutern. Am Gaumen schönes Spiel, funkelt, saftige Säure, langes Finale mit ausgeprägten Brennessselnoten.